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Trainingsbooster - was hat es damit auf sich?

14.08.2019 von Fit Industry

Trainingsbooster - was hat es damit auf sich?

Sollte man einen Trainings-Booster nehmen und wenn ja warum?

Jedem erfahrenen Fitnessfan ist mit Sicherheit schon aufgefallen, dass das Thema Trainings-Booster in der Fitnessszene in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Aber was ist das eigentlich genau und warum sollte man sowas eigentlich konsumieren?

Was ist ein ''Booster''?

Trainingsbooster (auch ''Pre-Workout Booster'' genannt), sind Nahrungsergänzungsmittel, welche es sowohl in Pulver- als auch Tablettenform gibt. Durch die verschiedenen Inhaltsstoffe haben Trainingsbooster mehrere Wirkungen wie zum Beispiel Leistungssteigerung, Muskelaufbau und Fettabbau und wirken zudem müdigkeitshemmend und stimmungshebend. Sie geben einen Leistungs-Push und wirken belebend. Aufgrund der enthaltenen Stimulantien wie z.B. Koffein, Synephrin und diversen Tee-Extrakten sollen die Booster das Training effektiver und damit erfolgreicher machen.

Was ist drin im ''Booster''?

Jeder Booster, vollkommen egal von welcher Marke, enthält im Grunde dieselben oder zumindest überwiegend identische Inhaltsstoffe. Alle davon sind i.d.R vollkommen legal, denn es handelt sich hierbei nicht um unseriöse Aufputsch- oder Dopingmittel. Hauptbestandteile sind i.d.R. BCAAs (verzweigtkettige Aminosäuren), Guarana, Koffein, L-Tyrosin, Beta-Alanin Glutamin und/oder Kreatin.

Wie wirken die Inhaltsstoffe?

Das Beta-Alanin zögert die Übersäuerung im Muskel hinaus und wird zu Carnosin abgebaut, einem Säurepuffer. Das ''brennen'' bei höheren Wiederholungszahlen wird geringer. Sehr gut ergänzt sich Beta-Alanin mit Kreatin, was auf lange Sicht auch mit mehr Kraft einhergeht. Beta-Alanin sorgt neben dem Muskelpump auch für das ''Kribbeln'' auf der Haut und im Körper, auch Parästhesie genannt. Aber keine Sorge, das ist keine allergische Reaktion – und völlig unbedenklich sofern man den Booster nicht überdosiert hat.

Sind Booster unterschiedlich stark?

Grundsätzlich lassen sich Booster in 2 Kategorien einteilen, nämlich die sogennanten ''EU-Booster'' und die ''Hardcore-Booster''.

EU-Booster sind in der EU zugelassen und entsprechenden den geltenden Richtlinien und Vorgaben. Durchschnittlich sind hier etwa 200 bis 300 mg Koffein pro Portion enthalten. Zum Vergleich: Eine Tasse Kaffee enthält in etwa 80 mg Koffein eine Dose Red-Bull enthält 75 mg Koffein. Für viele Konsumenten bringt diese hohe Dosis an Koffein eine spürbare Leistungssteigerung. Für Menschen, die sehr sensibel auf Koffein reagieren, ist diese Dosis meist zu hoch. Unwohlsein, Herzrasen und sogar Übelkeit können die Folge sein. Wenn du natürlich regelmäßig viel Kaffee und Energie-Drinks konsumierst spürst du eventuell kaum eine Wirkung. Hardcore Booster enthalten meist ähnliche Inhaltsstoffe wie die EU-Booster, zusätzlich sind aber oftmals noch andere Inhaltsstoffe wie zum Beispiel DMBA, DMAA oder DMHA enthalten. Diese sind in der EU schon größtenteils verboten. DMAA gilt als Vorstufe von Ephedrin und somit als Amphetamin, welches in Deutschland auf der Liste der verbotenen Betäubungsmittel steht. Auch ist der Koffeingehalt in Hardcore-Boostern meist um einiges höher als in EU-Boostern. Wenn du dich dennoch dazu entscheidest einen ''Hardcore Booster'' zu konsumieren, solltest du auf jeden Fall vorsichtig damit umgehen. Beim ersten Versuch solltest du maximal die halbe Dosis zu dir nehmen. Jeder reagiert anders auf die Inhaltsstoffe und auch die persönliche Ausgangssituation wie beispielsweise das Körpergewicht oder die Ernährung spielen hier eine Rolle.

Was kann bei einer Überdosierung oder fehlerhafter Anwendung passieren?

Grundsätzlich gilt: Halte dich immer an die Dosierungsempfehlung!

Die Wirkung des Koffeins lässt bereits nach zwei bis drei Einnahmen pro Woche nach. Dann kann es vorkommen, dass du dich schlapper als vor dem Training fühlst. Bei einer großen Menge an Koffein kann es zudem zu einem Koffeinschock kommen. Auch eine Überdosierung von Beta-Alanin ist nicht zu empfehlen, da ein sehr starkes Kribbeln auftreten kann. Gerade an heißen Tagen und bei einem harten Workout kann man sein Herz-Kreislaufsystem schnell überlasten. Dann sind Übelkeit, Appetitlosigkeit und ein fieses Unwohlsein nach dem Training gefolgt Schlaflosigkeit und Schweißausbrüchen oft die Nebenwirkungen.

Braucht man einen Booster denn nun wirklich?

Ob du einen Booster vor dem Training einnehmen willst oder nicht solltest du selber entscheiden. Es handelt sich dabei um ein Supplement, also ein Nahrungsergänzungsmittel, du kannst also deine Ernährung mit solchen Präparaten ergänzen, musst es aber nicht. Ein Booster ist nicht essentiell für den Trainingserfolg. Er kann helfen, muss es aber nicht. Es bietet sich daher an, den Booster nur an Tagen mit geringer Motivation zu nehmen, um die Konstanz im Training zu behalten. An Tagen mit mehr natürlichem Antrieb kannst du auch ohne einen Booster gute Leistungen abrufen.

Achtung: Schwangere und Menschen mit Bluthochdruck oder anderen Erkrankungen sollten generell keine Booster konsumieren!

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