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Sport in der Schwangerschaft - sinnvoll oder gefährlich?

06.05.2019 von Fit Industry

Sport in der Schwangerschaft - sinnvoll oder gefährlich?

schadet das Training dem Baby oder ist es sogar förderlich?

Sport in der Schwangerschaft ist grundsätzlich nicht verboten, denn angepasste sportliche Aktivitäten können den Verlauf einer unkomplizierten Schwangerschaft und auch der Geburt positiv beeinflussen.

Wie trainiere ich in der Frühschwangerschaft?

Sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen, ist Sport auch zu Beginn der Schwangerschaft gut für Mutter und Kind. Hohe Belastungen solltest du bei Sport in der Frühschwangerschaft aber auf jeden Fall vermeiden! Das ist der Fall beim sogenanntem High-Impact-Sport. High-Impact-Sportarten zeichnen sich durch eine hohe Belastung für Kreislauf, Gelenke und Muskeln aus. Sie enthalten Schrittmuster, bei denen immer mal wieder mit beiden Beinen kein Bodenkontakt besteht, wie das bei manchen Aerobic-Programmen oder Kursen im Fitness-Studio der Fall sein kann. Sieben Mal pro Woche für eine Stunde Sport ist in der Schwangerschaft das absolute Maximum!

Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft sportlich aktiv waren, können unter bestimmten Voraussetzungen ihr Training weiter führen, solange sie keine Leistungsziele verfolgen oder Hochleistungssport betreiben. Das Training sollte im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel reduziert werden. Bislang sportlich inaktive Frauen sollten während der Schwangerschaft zumindest mit moderatem Training beginnen.

Welche Sportarten eignen sich in der Schwangerschaft?

Geeignete Sportarten in der Schwangerschaft gibt es einige. So sind beispielsweise Radfahren (Indoorcycling), Schwimmen oder Yoga gut. Schwangere sollten sich jedoch nicht überfordern und eine Herzfrequenz von ca. 130 Schlägen pro Minute nicht dauerhaft überschreiten. Es empfiehlt sich daher, mit einer Pulsuhr zu arbeiten oder mit qualifiziertem Personal zu trainieren welches die Trainingsintensität im Auge hat.

Hat die Schwangere eine Sportart bereits vor ihrer Schwangerschaft ausgeübt, so ist die Wahrscheinlichkeit zu stürzen oder sich zu verletzten geringer, als bei Frauen die eine Sportart erst während der Schwangerschaft neu erlernen oder ausprobieren. Sobald der Schwangerschaftsbauch und der Wachstumsverlauf zu groß und der Sport zu beschwerlich wird, sollten Schwangere aber im Idealfall auf sportliche Aktivitäten komplett verzichten.

Ab wann wird es kritisch?

Obwohl generell nichts gegen Sport in der Schwangerschaft spricht, sollte unter bestimmten Voraussetzungen darauf verzichtet werden.

Wenn die folgenden Risikofaktoren vorliegen, ist es ratsam, erst einmal den behandelnden Frauenarzt zu fragen, ob sportliche Aktivitäten im individuellen Fall erlaubt sind:

Bluthochdruck
Herz- und Gefäßerkrankungen
Diabetes
Schilddrüsenstörungen
Unter- oder Übergewicht
vorangegangene Fehlgeburt(en)
gerade überstandene Infektion
Mehrlingsschwangerschaft

Viele Frauen befürchten vorzeitige Wehen durch Sport in der Schwangerschaft. Körperliche Betätigung löst diese aber nur dann aus, wenn die Kontrolluntersuchungen ausgeschlossen werden. Generell sind leistungsorientierte Sportarten oder Wettkämpfe in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen.

Ein Sportverbot in der Schwangerschaft gilt, wenn es während der Aktivitäten zu folgenden Symptomen kommt:

Atemnot
Unterleibsschmerzen
Blutungen
Unwohlsein
Schwindel
Augenflimmern
Kopfschmerzen

In diesem Fall sollten sich Schwangere sofort von ihrem Arzt untersuchen lassen und klären, ob sie weiterhin Sport in der Schwangerschaft machen dürfen.

Ein weiterer interessanter Fakt: Sport unterstützt den Körper nach der Schwangerschaft bei der Rückbildung!

Mit beckenbodenkräftigenden Übungen können frisch gebackene Mütter bereits einige Tage nach der Geburt im Wochenbett beginnen. Da der Beckenboden in der Regel erst wieder ein Dreivierteljahr nach der Geburt wieder vollständig belastbar ist, empfehlen sich nach der Schwangerschaft generell zunächst muskelkräftigende Sportarten, die den Beckenboden schonen, zum Beispiel Pilates oder Yoga. Moderates Joggen und Walking klappt auch gut mit Baby. Durch die Erschütterungen ist es allerdings ratsam, mit dem Joggen nicht zu früh nach der Geburt wieder anzufangen, sondern zu warten, bis der Beckenboden wieder Stöße abfangen und voll kontrolliert werden kann. Das kann unter Umständen einige Monate dauern und ist sehr individuell. In der Zwischenzeit empfehlen sich als Alternativen fürs Joggen Aqua-Gymnastik oder (Nordic-)Walking. Auch Training auf dem Crosstrainer ist eine gute Alternative, weil hier keine Erschütterungen auftreten und trotzdem ein anspruchsvolles Cardio-Training absolviert wird.

Wird der Beckenboden zu früh zu stark belastet, kann er wieder schwächer werden, es empfiehlt sich daher, im Zweifelsfall wieder etwas entspannter zu trainieren und nicht zu übertreiben. Letztlich kann man dem Körper damit auch schaden. In jedem Fall empfiehlt sich die Absprache mit der Ärztin und/oder Hebamme!

Nach einem Kaiserschnitt sollte die Narbe gut verheilt sein, bevor wieder mit dem Sport begonnen wird. Da der Kaiserschnitt eine größere Bauchoperation ist, müssen auch tieferliegende Gewebeschichten und Muskeln erst wieder verheilen, bevor mit dem Sport begonnen werden kann. Bitte auf jeden Fall mit dem Arzt/der Ärztin absprechen, bevor wieder mit dem Sport begonnen wird.

Auch hier gilt: Zunächst mit sanften, beckenbodenschonenden Übungen beginnen und langsam steigern. Der Körper braucht ein wenig Zeit.

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