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Sommer, Sonne, Schweiß? - ab wann schwitze ich zu viel?

04.06.2019 von Fit Industry

Sommer, Sonne, Schweiß? - ab wann schwitze ich zu viel?

Die menschliche Haut ist mit über vier Millionen Schweißdrüsen übersät. Besonders viele davon sind an Händen, Füßen und unter den Achseln zu finden. Sie sorgen dafür, dass täglich mindestens ein halber Liter Flüssigkeit auf der menschlichen Haut verdunstet, damit die Körpertemperatur stabil bleibt. Obwohl er hervorragend funktioniert, ist der Kühlmechanismus des menschlichen Körpers mit reichlich Vorurteilen belegt. Aber kann man tatsächlich ''zu viel'' schwitzen oder ist das bloß eines von vielen Vorurteilen? - Wir haben es für dich hinterfragt...

Warum schwitzen wir überhaupt?

Mit den steigenden Außentemperaturen im Sommer erhöht sich gleichzeitig unsere Körpertemperatur. Doch unser Körper braucht eine möglichst konstante Körpertemperatur von ca. 37° C um funktionieren zu können. Wie also kann der Körper die Temperatur von 37 Grad beibehalten, selbst wenn er sich in der prallen Sonne befindet und dort bei über 40 Grad in der Hitze brutzelt? - Ganz einfach, er wirft seine körpereigene Klimaanlange an, lässt den Schweiß aus jeder vorhandenen Pore fließen und hält sich dadurch kühl.

Ist Schwitzen gesund?

So unangenehm Schweißgeruch auch sein mag, schwitzen ist in erster Linie ein wichtiger Schutzmechanismus unseres Körpers. Er dient gleichzeitig als Temperaturregulator und Gefahrenbekämpfer und ist somit ein unschlagbarer Allrounder wenn es um den Selbstschutz unseres Körpers geht. Mit dem Schweiß produzieren die Drüsen zudem ein antimikrobielles Peptid. Dieses sogenannte Dermcidin hilft, die Anzahl der lebensfähigen Bakterien auf der Hautoberfläche zu verringern. Daraus resultiert die Fähigkeit des Körpers, schädliche Bakterien zu bekämpfen und das Risiko von Hautinfektionen zu senken. Genauso wie die Nieren, die Leber und der Dickdarm führt unsere Haut schädliche Gift- und Schlackenstoffe aus dem Körper ab. Wenn wir Schwitzen, öffnen sich die Poren und ein Teil angefallenen Schlackenstoffe wird aus dem Körper transportiert. Wenn Sportler regelmäßig schwitzen, wird das Calcium der Knochen besser gespeichert, es werden vermehrt Salze und Wasser ausgeschieden.

Kann man zu viel schwitzen?

Wenn jemand unkontrolliert viel und dauerhaft schwitzt wird das Hyperhidrose genannt. Von krankhaftem Schwitzen spricht man, wenn der Schweiß fließt, obwohl er gar nicht gebraucht wird, beispielsweise bei Kälte oder in Ruhe. Auch wenn der Schweiß vom Körper tropft und auf der Kleidung und in den Schuhen nasse Flecken hinterlässt, sind dies Anzeichen für Hyperhidrose. Welche Körperstellen dann betroffen sind, ist unterschiedlich. Für viele Betroffene ist das sehr unangenehm und sie fühlen sich unwohl. Das Schwitzen beeinträchtigt zudem stark den Lebensalltag. Zum Beispiel wechseln viele Erkrankte ihre Kleidung mehrfach am Tag oder riechen stark nach Schweiß. Viele wissen nicht, dass ihre Schweißausbrüche nicht nur unangenehm sind, sondern auch auf eine Erkrankung hinweisen können. Sie finden sich deshalb damit ab, ohne sich behandeln zu lassen. Doch mit der richtigen Therapie gewinnen Betroffene schnell ihre Lebensqualität zurück, denn Hyperhidrose ist gut behandelbar.

Wer unter übermäßigem Schwitzen leidet, sollte zudem auf Zigaretten, Alkohol, scharfe Gewürze und Kaffee verzichten. Denn diese fördern die Schweißbildung zusätzlich. Um in Stresssituationen möglichst ruhig zu bleiben, können beispielsweise Entspannungstechniken helfen. Außerdem ist es sinnvoll, atmungsaktive Kleidung zu tragen. Betroffene empfehlen beispielsweise Funktionskleidung. Weiterhin sollten Betroffene sich regelmäßig sportlich betätigen und ausreichend trinken.

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