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Milch - 5 Mythen auf den Grund gegangen?

09.07.2019 von Fit Industry

Milch - 5 Mythen auf den Grund gegangen ?

gesundes Naturprodukt oder bedenkliche Mogelpackung?


Kaum ein Lebensmittel ist in der Vergangenheit so sehr ins Kreuzfeuer von Kritikern und Befürwortern genommen worden wie die Milch. Zum Thema Milch gibt es im Web viele Meinungen, Mythen und angebliche Wahrheiten. Wir haben uns einige dieser Mythen einmal genauer angeschaut.

Macht Milch krank?

Angefangen bei Diabetes bis hin zu Krebs soll Milch an fast jeder modernen Krankheit Schuld sein. Dabei ist Kuhmilch von Mutter Natur grundsätzlich dafür gedacht, die Kälber groß zu ziehen. Daher enthält sie Wachstumsfaktoren, die auch bei Menschen wirksam sind. Diskutiert wird, ob dadurch im menschlichen Körper gesundheitliche Folgen wie Akne, Arterienverkalkung, Diabetes, Übergewicht und weitere Probleme entstehen. Diese Annahme wird zur Zeit in der Forschung untersucht. Noch aber liegen keine abschließenden Ergebnisse vor. Bisher konnte Milch allein für Übergewicht und daraus resultierende Folgeerkrankungen (wie Diabetes, Arteriosklerose etc.) als alleiniger Verursacher nicht verantwortlich gemacht werden. Keine große Studie liefert bisher konkrete Hinweise auf die Schädlichkeit. Es bleibt also weiterhin umstritten, inwieweit Kuhmilch dem Menschen schadet oder nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt weiterhin ein Glas pro Tag, denn sie geht davon aus, dass ein gemäßigter Konsum von Milchprodukten keine gesundheitlichen Nachteile mit sich bringt.

Fördert Milch Verdauungsprobeme?

Manche Menschen bekommen schwere Verdauungsbeschwerden, wenn sie Milch oder manche Milchprodukte verzehrt haben. Dann liegt meist eine Laktoseintoleranz vor. Laktose ist ein sogenanntes Disaccharid und wird auch Milchzucker genannt. Sie kommt in der Milch und den daraus verarbeiteten Produkten in unterschiedlichen Konzentrationen vor. Frische Kuhmilch weist einen Laktosegehalt von ca. 5 g/100 ml auf. Bei der Verarbeitung von Kuhmilch gelangt die Laktose je nach Wassergehalt ganz oder teilweise in das erzeugte Produkt. Bei Laktoseintoleranz liegt eine Störung der Laktoseverdauung vor, was zu mehr oder weniger stark ausgeprägten Beschwerden führen kann. Laktose selbst kann vom Körper im Darm nicht aufgenommen werden. Für die Aufnahme und Verwertung muss sie im Darm erst in ihre Einzelteile Glukose und Galaktose gespalten werden. Diese Spaltung wird durch ein Enzym erledigt, das von Zellen in der Schleimhaut des Dünndarms gebildet wird und Lactase heißt. Dieses Enzym fehlt bei Menschen, die an Laktoseunverträglichkeit leiden. Der Milchzucker kann dann nicht verdaut werden und es kommt unter anderem zu Blähungen.

Macht Milch schlank?

Jedes Jahr liest man in einschlägigen Magazinen, dass Milchprodukte ideal seien, um eine Diät zu begleiten. Milch und Milchprodukte, die eine „Bikinifigur in zwei Wochen“ versprechen, seien ideale Lebensmittel für einen schlanken Körper. Leider ist diese Aussage sehr vereinfacht. Je nach Sorte oder Art des Milchproduktes handelt es sich nämlich um wahre Fettbomben, die bei einer Diät eher kontraproduktiv statt unterstützend wirken. Ein Glas Vollmilch (250ml) enthält mit knapp 10 Gramm Fett schon die Hälfte dessen, was eine komplette ausgewogene Mahlzeit an Gesamtfettgehalt enthalten sollte. Milch ist daher auch kein Getränk, sondern ein Nahrungsmittel und sollte grundsätzlich auch so konsumiert werden. Milch macht nicht schlank. Wer mit Milch nicht zu viel Fett zu sich nehmen will, sollte besonders auf den Fettgehalt achten. Ein Glas Magermilch hat beispielsweise über 80 Kalorien weniger als ein Glas Vollmilch.

Milch fördert unreine Haut?

Milch soll auch für Akne verantwortlich sein. Rein medizinisch gesehen entsteht Akne jedoch aus einem Zusammenspiel von einer übermäßigen Produktion von Hornzellen in den Talgdrüsen und dem Bakterium Propionibacterium acnes. Weder die Hornzellen noch die Bakterien kommen aus der Kuhmilch. Es existiert jedoch eine Studie, bei der festgestellt wurde, dass Jugendliche mit hohem Milchkonsum an einer stärker ausgeprägten Akne litten als Jugendliche, die nur wenig Milch konsumierten. Daher nimmt man an, dass der Verzicht auf Milchprodukte den Verlauf einer Akneerkrankung mildern kann. Die Entstehung von Akne kann aber auch ein gänzlicher Verzicht auf Milchprodukte nicht verhindern.

macht Milch wirklich groß und strak?

Ausnahmsweise ist sich die Wissenschaft in diesem Punkt einig: Kinder, die während des Wachstums Milch konsumieren, haben ein höheres Längenwachstum als Kinder, die keine Milch bekommen. Besonders gut konnte dieser Effekt in Ländern festgestellt werden, in denen traditionell keine Milch verzehrt wird, beispielsweise in Asien. Seit dort der westliche Lebensstil und dessen Ernährung mit Käse und anderen Milchprodukten Einzug gehalten hat und man die Babys mit europäischem Milchpulver füttert, steigt das Längenwachstum an.

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