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Lipödem - was ist das eigentlich?

29.07.2019 von Fit Industry

Lipödem - was ist das eigentlich?

Ursachen und Behandlung - hilft Sport weiter?

Was ist ein Lipödem eigentlich?

Das Lipödem (auch Lipalgie, Adiposalgie, Adipositas dolorosa, Lipomatosis dolorosa der Beine, schmerzhaftes Säulenbein oder
schmerzhaftes Lipödemsyndrom) ist eine chronische und im Laufe der Jahre meist fortschreitende Erkrankung des Unterhautfettgewebes. Sie tritt ausschließlich bei Frauen auf und beginnt erst nach der Pubertät, d. h. nach Beginn der Produktion weiblicher Hormone. Befallen ist überwiegend die untere Körperhälfte, sprich die Beine.

Wodurch wird es ausgelöst?

Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Da aber nur Frauen betroffen sind, scheinen hormonelle Faktoren einen entscheidenden Einfluss zu haben. Dafür sprechen der Beginn in der Pubertät, die häufige Verschlimmerung nach Schwangerschaften und das späte Auftreten. Bei Männern tritt ein Lipödem nur auf, wenn ausgeprägte hormonelle Störungen vorliegen. Diese können z. B. nach schweren Leberschäden  oder im Rahmen von Hormonbehandlungen entstehen. In vielen Fällen findet sich das Krankheitsbild familiär gehäuft.

Woran erkennt man es?

Entscheidend sind mehrere Veränderungen. Bezüglich der Körperform weisen alle Betroffenen eine Vermehrung des Unterhautfettgewebes an den Beinen, seltener auch an den Armen auf. Aufgrund dieser Verdickung entsteht bei schlanker oberer Körperhälfte ein deutlicher Unterschied zwischen Ober- und Unterkörper. Oft haben die Betroffenen die Empfindung, als ob der untere Teil des Körpers zu einer anderen Person gehört. Diese teilweise extrem auffällige Veränderung der Figur führt oft zu ausgeprägten Problemen mit dem Körperbild und dadurch zu einer großen psychischen Belastung. In vielen Fällen ist die Umfangsvermehrung der Beine so stark, dass es beim Gehen zum Wundscheuern an den Oberschenkelinnenseiten kommt. Bei sehr ausgeprägtem Befall kann durch Bildung von Fettwülsten an den Knieinnenseiten sogar eine Beeinträchtigung beim Gehen eintreten. Ein weiteres Charakteristikum des Lipödems sind wiederholt auftretende Blutergüsse an den Beinen, welche bereits nach Berührungen oder leichten Stößen auftreten. Diese Neigung zu Blutergüssen ist Folge einer Brüchigkeit der Wände kleinster Blutgefäße.

Wie sieht die Behandlung aus?

Ärzte empfehlen zunächst eine konservative Behandlung. Dazu gehören regelmäßige Lymphdrainagen und maßangefertigte Kompressionsstrümpfe. Mit der Lymphdrainage entstaut der Physiotherapeut Beine oder Arme durch sanfte Handgriffe, und die Schwellungen unter der Haut verringern sich.

Wie kann man die Behandlung fördern?

Maßnahmen, die den Erfolg der Behandlung unterstützen sind gesunde Ernährung, Sport bzw. viel Bewegung und das Vermeiden von Übergewicht. Beim Sport werden gleichmäßig-rhythmische Aktivitäten wie z. B. Walken, Gymnastik, Fahrradfahren und Schwimmen empfohlen. Insbesondere letzteres ist günstig, da die Kälte des Wassers die Symptome mindert.

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