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Ergometer: wie sinnvoll ist das Training auf dem Sportrad?

27.02.2020 von Fit Industry

Ergometer: wie sinnvoll ist das Training auf dem Sportrad?

...kann mich das Ergometer zum Erfolg führen?

Für die einen gehört es zum festen Trainingsablauf, für die anderen ist es ein langweiliges und monotones abstrampeln. - Das Training auf dem Ergometer. Aber ist dieses Gerät wirklich sinnvoll oder kann man es im Training getrost ''weg lassen''?

Natürlich eignet sich das Ergometer nicht für alle Zielsetzungen und wird von vielen eher als langweilig empfunden. Leider treffen viele Sportler diese Aussage jedoch, ohne sich intensiv mit dem Gerät auseinandergesetzt und es richtig genutzt zu haben.

Die wesentliche Frage sollte es sein, wie zielführend und effektiv das Ergometertraining für das jeweilige Anforderungsmuster ist. Das Ergometer bietet sich für viele positive Effekte des Trainings durchaus an, zu hinterfragen ist, was man erreichen kann und vor allem, mit welcher Zielsetzung.

Ein Praxis-Beispiel aus dem Studio-Alltag:

Josef (Name zufällig gewählt) ist 45 Jahre alt und ein durchaus sportbegeisterter Mensch, der aber aufgrund seiner durch Schichtarbeit bedingten unregelmäßigen Arbeitszeiten nicht immer dazu kommt, sein Training durchzuführen. Mal geht er laufen, mal sitzt er auf dem Ergometer. Beides macht er gerne und vor allem im Winter ist das Ergometer seine erste Wahl. Das Ziel ist dabei die Erhaltung der Grund-Fitness und die Reduzierung von Körperfett da er ein paar Kilo zu viel auf die Waage bringt. Er ist zwar nicht dick, aber 5-7 kg weniger wären schon schön.

Josef versucht, mit langen Fahrten auf dem Ergometer für die entsprechenden Ergebnisse zu sorgen. Er fährt mit konstantem Widerstand 60 Minuten am Stück, aber die Konsequenz ist, dass sein Gesäß am nächsten Tag deutlich zu spüren ist da er lange Fahrten nicht mehr gewöhnt ist. Nach längerer Pause ist natürlich auch gleich der entsprechende Muskelkater zur Stelle. Gemeinsam mit seinem Trainer hat er sich daher ein ganz anderes Trainingsprogramm erarbeitet, nämlich die Fahrt über 2 x 15 Minuten jeweils vor und nach seinem ebenfalls von seinem Trainer empfohlenen regelmäßigen Krafttraining, denn das ist eine Zeitspanne, die jedem täglich zur Verfügung steht und man hat in diesem Fall weder mit dem Gesäß noch mit der Muskulatur Probleme.

Ziele erreicht? - Was hat sich durch 2 x 15 Minuten Ergometer je Trainingseinheit getan?

Das Ziel, die 5-7 kg abzunehmen, ist bei Josef klar gescheitert. Der eine oder andere Kilo ist zwar verschwunden, aber je regelmäßiger er gefahren ist und zudem noch seine Muskulatr trainiert hat, umso mehr hat er an Muskelmasse aufgebaut. Muskeln sind nämlich schwerer als Fett und daher hat die Waage zwar weniger Fett festgestellt, aber mehr Muskelmasse, somit hat er sein Gewicht mathematisch gesehen mehr oder weniger gehalten. Hätte er nur des Abnehmens wegen den Ergometer bestiegen, dann wäre dies eine Niederlage. Einziger Vorteil: Josef kann essen, was er will - weil er nicht zulegen kann, denn die zugeführte Energie wird beim Training konstant verbrannt. Die wirklichen Auswirkungen zeigt jedoch sein Fitness-Tracker. Je nach Gerät gibt es nämlich eine Pulsmessung am Lenker. Ist Josef längere Zeit nicht zum Sport gegangen (z.B. im Sommer) dann zeigt sein Tracker nach dem Einschalten Werte von 75 (gut) bis 90 (sehr schlecht) Schläge pro Minute. Fährt er nun ein paar Wochen lang auf dem Ergometer, z.B. 3 - 4 mal pro Woche seine 2 x 15 Minuten, dann senkt sich der Puls schon beim Einschalten der Pulsuhr auf 60 (sehr gut) bis 75 (gut). Das heißt, dass durch das Ergometertraining der Puls gesenkt wird. Das Herz schlägt im Schnitt um die 15 mal weniger pro Minute - gerne kannst du dir mal ausrechnen wie viele Herzschläge man sich dann pro Jahr erspart! ;-) - Das Ergometertraining ist somit eine optimale Herzvorsorge.

Der Unterschied ist sofort zu spüren!

Josef erzählt uns im Beratungsgespräch, dass er bei starkem Wetterumschwung und ähnlichen Ereignissen Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme bekommt. Das ist aber nur der Fall, wenn er nicht konstant Sport betreibt. Bei regelmäßiger Fahrt mit dem Ergometer ist er aktiver. Er steht leichter auf, ist besser gelaunt und fühlt sich schlichtweg wohler. Fährt er dann ein paar Wochen nicht, ist der Unterschied  sofort zu merken. Kein Kaffee kann diesen Effekt so kompensieren wie ein regelmäßiges fahren auf dem Ergometer - das bestätigt nicht nur Josef, sondern auch viele unserer Mitglieder, die es bereits aktiv ausprobiert haben!

Der Faktor Langeweile? - schlichtweg zu wenig Leistung!

Die bittere Wahrheit: Josef könnte locker mit 150 bis 170 Watt Widerstand fahren, fährt aber lediglich mit 110 Watt und das jede Trainingseimheit konstant 30 Minuten lang. Die Konsequenz daraus ist, dass sein Puls sich kaum über 120 bewegt. Bei guter Form fährt er zum Teil mit nur 100 Pulsschlägen. Das heißt, er er könnte praktisch neben dem Training bereits seine nächste Mahlzeit kochen, ohne dass ihm dabei eine Schweißperle in die Pfanne tropft. Im Klartext: Er könnte viel mehr! ;-)

Fazit:

Regelmäßiges Training auf dem Ergometer hat viele wertvolle Vorteile für Körper und Geist. Durch das Training (gerade in verbindung mit Kraftsport) fühlst du dich fit und entspannt, und dieser positive Effekt ist nicht nur psychologisch, denn der Körper braucht einfach die Bewegung.

Sofern du nicht einfach nur weit unter der Leistungsgrenze vor dich hin radelst und dich selbst forderst sollte das Ergometer auch alles andere als Langweilig sein! ;-)

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