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E-Zirkel - wie effektiv ist das Training an elektronischen Geräten?

28.10.2019 von Fit Industry

E-Zirkel - wie effektiv ist das Training an elektronischen Geräten?

Alles elektrisch - aber auch effektiv?

Das Zirkeltraining (auch Circuit- oder Kreistraining genannt) an elektronischen Geräten kommt mittlerweile in vielen deutschen Fitnessstudios zum Einsatz. Von erfahrenen Sportlern und speziell Bodybuildern wird es aber oftmals eher gemieden, sodass eher Anfänger im Zirkel zu beobachten sind.

Die Frage die sich stellt: Ist das Training im E-Zirkel wirklich effektiv oder sollte ich mich dem Training an den herkömmlichen Geräten oder dem Kraftbereich widmen? - Wir haben die Vor- und Nachteile des E-Zirkels einmal für Dich unter die Lupe genommen.

Was genau ist eigentlich Zirkeltraining?

Das elektrische Zirkeltraining ist kein kurzweiliger Trend, sondern eine sportwissenschaftlich anerkannte Trainingsmethode. Der Name leitet sich davon ab, dass die einzelnen Übungen Kreisförmig angeordnet sind bzw. in einem gedanklichen Kreis durchlaufen werden. An jeder Station wird innerhalb einer festgelegten Zeit ein Satz der entsprechenden Übung ausgeführt. Es folgt eine Pausenzeit (meist 45-60 Sekunden), die der Erholung und dem Wechsel zur nächsten Station dient. Üblich sind etwa 6 bis 12 Stationen mit Übungen für alle primären Muskelgruppen des Körpers. Für gewöhnlich handelt es sich um die üblichen Kraftmaschinen welche elektronisch via Chipkarte, Armband o.ä. aktiviert und angesteuert werden können. Je nach Leistungsstand des Trainierenden werden bis zu drei Runden durchlaufen.

Was sind die Vor- und Nachteile des E-Zirkels?

Die vorher festgelegten und auf das Medium (Chip, Karte, Armband etc.) einprogrammierten Übungsabläufe, Gewichtsdaten und Zeitintervalle ermöglichen dem Trainierenden ein zügiges und strukturiertes Trainingsprogramm. Es wird nicht dauerhaft auf den Trainingsplan geschaut oder auf das ''frei-Werden'' besetzter Geräte gewartet. In der Regel dauert eine Runde des Workouts je nach Anzahl der Geräte im Zirkel ca. 15 Minuten, sodass ein volles Programm von drei Runden in etwa einer dreiviertelstunde absolviert werden kann. Gerade Menschen mit einem engen Zeitplan können so in kurzer Zeit ihr Training absolvieren. Gleichzeitig wird man bei optimaler Ausführung quasi dazu gezwungen, alle wichtigen Muskeln zu trainieren, wodurch Dysbalancen vermieden werden.

Auf der Seite der Nachteile steht wie so oft in Studios mit schlechter bis durchschnittlicher Betreuungsstruktur, dass die Teilnehmer auf sich allein gestellt sind. Das Training im Zirkel wird leider in vielen Studios nur selten beaufsichtigt, wodurch sich schnell technische Fehler einschleichen. Nicht selten sind dann falsche Körperhaltungen, ungünstigste Bewegungsgeschwindigkeiten oder verkürzte Bewegungsumfänge zu beobachten. Diese Mangel führen dazu, dass der Trainierende nicht fit wird, sondern seine Fitness stagniert oder das Training im schlimmsten Fall sogar negative Folgen für die Gesundheit hat. Eine ausführliche Einweisung und regelmäßige Kontrollen durch das Studiopersonal sollten daher selbstverständlich sein!

Unser Tipp: Suche dir ein Studio aus, in dem die regelmäßige Kontrolle, Aufsicht und Ansprechbarkeit bei Fragen und/oder Problemen als Selbstverständlichkeit angesehen wird!

Wie effektiv ist der E-Zirkel wirklich?

Für die Effektivität ist zu unterscheiden, mit welchem Trainingsziel trainiert wird. Geht es um Stressabbau, den allgemeinen Spaß an der Bewegung, oder Rehabilitations- bzw. Therapiemaßnahmen so kann Zirkeltraining eine sinnvolle Maßnahme sein. Differenzierter müssen allerdings die Ziele Muskelaufbau, Kraftausdauertraining und Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems betrachtet werden. Das Herz-Kreislauf-System wird in der Regel durch klassisches Ausdauertraining auf dem Laufband, dem Ergometer oder dem Crosstrainer gefördert. Sollte der Zirkel in deinem Gym über ein solches Portfolio an Geräten verfügen so ist dies lobenswert und sollte in jedem Fall in Anspruch genommen werden. Hierbei geht es speziell um längere Zeiträume moderater Belastungen, die sich in einem erhöhten Puls äußern. Mit passender Intensität können diese Anforderungen sicherlich auch im Zirkeltraining erreicht werden. Es kann jedoch vor allem für Anfänger schwer sein, die Zeitintervalle und Widerstände der einzelnen Geräte so einzustellen, dass der Puls für die gesamte Dauer des Workouts etwa konstant erhöht bleibt. Es fehlt im Grunde die Intensität zur Erreichung individueller Trainingsziele. Das Zirkeltraining ist für diesen Bereich der Fitness somit nicht ausgeschlossen, sollte aber tendenziell langfristig nicht die erste Wahl bleiben. Für einen effektiven Muskelaufbau müssen Trainingsreize gesetzt werden, die den Körper dazu animieren, die Muskulatur zu verstärken. Diese Reize sind bei Anfängern leichter zu realisieren als bei Fortgeschrittenen. So kommt es auch, dass Profis sich durchaus über ein komplettes Training mit einer Muskelgruppe beschäftigen, um einen ausreichend hohen Reiz erzielen zu können. Da das Zirkeltraining keinen Fokus auf einzelne Muskeln legen kann, ist es als Muskelaufbautraining für Fortgeschrittene nur bedingt geeignet. Anfänger hingegen können tatsächlich von diesem Workout profitieren, da ihr Körper wesentlich leichter auf Trainingsreize reagiert. Im Vordergrund des Kraftausdauertrainings stehen hohe Wiederholungszahlen mit mäßigen Gewichten bei verkürzten Pausen. Diese Aspekte können im Zirkeltraining problemlos umgesetzt werden. Es kann daher durchaus einen Platz im Trainingsplan eines Sportlers finden. Allerdings können auch hier Profis durch den fehlenden Fokus auf einzelnen Muskelgruppen Schwierigkeiten bekommen, ausreichende Trainingseffekte zu erzielen. Sie müssen den Zirkel eventuell deutlich mehr als dreimalig durchlaufen oder die Geräteauswahl entsprechend ihrer persönlichen Zielsetzung anpassen.

Der Faktor Motivation

Entscheidend für den langfristigen Trainingserfolg ist neben einem strukturierten Training auch der Faktor Motivation. Nicht selten ist zu beobachten (und auch aus persönlichen Gesprächen mit den Mitgliedern zu erfahren), dass ein E-Zirkel durch seine Eintönigkeit in der Geräteauswahl auf Dauer dafür sorgt, dass der Trainierende langfristig die Motivation verliert. Dies kann dazu führen, dass aus den anfänglich drei bis vier Trainingseinheiten in der Woche schnell mal nur noch eine und dann irgendwann garkeine mehr werden. Hier sollte die Ideallösung in einer Kombination aus E-Zirkel und anderen Trainingsgeräten und eventuell auch freiem Training münden. Strukturen wie diese sorgen dafür, dass auch Kraftgeräte im E-Zirkel eine attraktive Alternative darstellen können.

Unser Tipp: Solltest du Interesse an einem E-Zirkel haben, suche dir ein Studio aus, welches sowohl ein Geräte-Portfolio zur Steigerung der Kraft als auch der Ausdauer anbietet!

Fazit

Fakt ist, dass auch diese hochtechnologischen Geräte in der Umsetzung nicht für jeden Sportler mit den unterschiedlichsten Zielsetzungen das ''non-plus-ultra'' darstellen.Trotzdem ergeben sich durch die Bauweise einiger Geräte durchaus Vorteile. Erfahrungsgemäß ist das Gesamtkonzept jedoch nicht für intensiv trainierende, leistungsorientierte Kraftsportler ausgelegt. Der Vorteil der einfachen Trainingsdokumentation und der Minimierung von Fehlern bei passender Begleitung ist aber nicht von der Hand zu weisen.

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