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Diabetes Typ 1: was du unbedingt wissen solltest!

22.09.2019 von Fit Industry

Diabetes Typ 1 : Was du unbedingt wissen solltest!

Was ist Diabetes Typ 1?

Diabetes Typ 1 tritt vor allem im Kindes- und Jugendalter auf und ist eine Autoimmunerkrankung. Das eigene Immunsystem greift die körpereigene Insulinproduktion in der Bauchspeichel- drüse an und zerstört die insulinproduzierenden Zellen. Es entsteht ein „absoluter Insulinmangel“. Er führt zu einem starken Anstieg des Blutzuckers und gleichzeitig zu einer Unterversorgung der Körperzellen. Aus diesem Grund benötigen Menschen mit Diabetes Typ 1 eine lebenslange Therapie mit Insulin-Injektionen. Dabei sollte die Ernährung auf die Insulin- dosierung abgestimmt sein, um Blutzuckerschwankungen vor- zubeugen. Mithilfe von Broteinheiten können Betroffene errechnen, wie viel Insulin sie spritzen müssen, damit der Blutzucker bis zur nächsten Hauptmahlzeit wieder im angestrebten Bereich liegt. Der Diabetes Typ 1 ist die seltenere Form der Zuckerkrankheit.

Wie sehen die Symptome aus?

Bei Typ-1-Diabetes sind die Blutzuckerwerte dauerhaft erhöht. Dies ist nicht immer gleich spürbar. Ein stark erhöhter Blutzuckerspiegel kann folgende Beschwerden verursachen:

häufiges Wasserlassen
starkes Durstgefühl
Müdigkeit und Antriebsschwäche
Übelkeit
Schwindel

Ist der Blutzuckerspiegel sehr stark erhöht, kann es auch zu Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit (diabetisches Koma) kommen.

Was sind die Ursachen?

Insulin wird in bestimmten Zellen der Bauchspeicheldrüse produziert, den sogenannten Betazellen. Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes werden diese Zellen vom eigenen Immunsystem angegriffen und mit den Jahren so stark geschädigt, dass sie nur noch sehr wenig oder gar kein Insulin mehr freisetzen. In bestimmten Familien tritt Typ-1-Diabetes gehäuft auf. Manche Menschen haben dadurch erblich bedingt ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Man vermutet noch andere Einflüsse, wie bestimmte Infektionen oder Umweltfaktoren. Bislang lässt sich jedoch nicht genau sagen, welche Rolle sie spielen.

Wie häufig tritt Diabetes Typ 1 auf?

Etwa 200.000 Menschen in Deutschland haben einen Typ-1-Diabetes, darunter etwa 30.000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre. Pro Jahr erkranken etwa 2 von 10.000 Kindern neu daran. Meist beginnt die Erkrankung in der Kindheit, der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter, nur selten bei älteren Menschen. Deshalb wird Typ-1-Diabetes auch juveniler Diabetes genannt. Unbehandelt verursacht ein Typ-1-Diabetes rasch Probleme. Eine starke Überzuckerung löst die typischen Symptome wie Durst, häufiges Wasserlassen und lähmende Müdigkeit aus. Diese Beschwerden lassen sich durch die Gabe von Insulin schnell lindern. Ein diabetisches Koma durch eine extreme Überzuckerung ist heute sehr selten. Vor der Entwicklung der Insulintherapie im Jahre 1922 war es eine unvermeidliche Krankheitsfolge und führte zum Tod. Menschen, die an Typ-1-Diabetes erkrankten, überlebten deshalb nicht lange.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Um Diabetes Typ 1 festzustellen, wird der Zuckergehalt des Blutes vor der ersten Nahrungsaufnahme und während des Tages gemessen. Dazu wird dem Patienten mehrmals Blut abgenommen und in einem Labor untersucht. Um zu prüfen, ob der Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum im Durchschnitt zu hoch ist, misst man den HbA1c-Wert im Blut. Dieser Wert zeigt an, wie hoch der Blutzucker in den letzten zwei bis drei Monaten im Durchschnitt war.

Wie wird Diabetes Typ 1 behandelt?

Bei Typ-1-Diabetes steht die tägliche Kontrolle des Blutzuckers und die regelmäßige Zufuhr von Insulin im Vordergrund der Behandlung. Die Insulintherapie ersetzt das fehlende Insulin im Körper und senkt den Blutzucker. Dabei ist es wichtig, weder zu viel noch zu wenig Insulin einzusetzen, damit der Blutzuckerspiegel nicht zu stark abfällt oder zu hoch steigt. Die Behandlung soll außerdem langfristige Komplikationen durch die Zuckerkrankheit so gut es geht vermeiden. Es gibt verschiedene Insuline und Behandlungskonzepte. Die Höhe des Blutzuckerspiegels hängt nicht nur davon ab, wie viel Insulin man spritzt, sondern auch davon, was man isst und trinkt und wie viel Energie man durch körperliche Bewegung verbraucht. Ebenso können die Tageszeit, entzündliche Erkrankungen, andere Medikamente oder hormonelle Veränderungen den Blutzucker beeinflussen. Die meisten Menschen mit Diabetes lernen daher, ihre Insulintherapie genau an den eigenen Körper und die persönlichen Gewohnheiten anzupassen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie sind ein ausreichendes Wissen über die eigene Erkrankung, ein gutes Selbstmanagement und eine verlässliche medizinische Versorgung. Die langfristige Gesundheit hängt aber nicht nur vom Blutzuckerspiegel ab. Weitere Aspekte wie zum Beispiel der Blutdruck können bei Diabetes eine größere Bedeutung haben. Oft sind deshalb außer Insulin noch weitere Medikamente sinnvoll, zum Beispiel um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Wie lebt es sich mit Diabetes Typ 1?

Diabetes ist zwar noch nicht heilbar, aber es ist durchaus möglich, das Leben mit der Erkrankung (fast) ganz normal zu gestalten. Es gab Zeiten, in denen der Tagesablauf von Menschen mit Diabetes streng reglementiert war. Beispielsweise mussten sie zwischen Insulinspritzen, Nahrungsaufnahme und körperlichen Aktivitäten bestimmte Abstände einhalten. Inzwischen haben sich solche Vorschriften wesentlich gelockert. Die Therapie mit Insulin ist sehr viel flexibler geworden. Menschen mit Diabetes können heute weitgehend selbst über ihre Behandlung entscheiden und darüber, wie sie sie in ihren Alltag einbauen. Die Erkrankung bestimmt nicht mehr alle Aspekte des Lebens. Dennoch erfordert der Umgang mit Diabetes immer noch einiges an Aufwand, Sorgfalt und Disziplin. Dies fällt nicht immer leicht und kann vor allem für junge Menschen manchmal sehr belastend sein. Wie fast alle chronisch Erkrankten, die auf Dauer täglich Medikamente nehmen müssen, können auch Menschen mit Diabetes hin und wieder ihre Spritzen oder Medikamente vergessen. Wer seine Therapie nicht konsequent anwendet, kann sich durchaus wohlfühlen und spürt dann nicht, dass sein Diabetes schlecht eingestellt ist. Dies kann allerdings auf lange Sicht zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen.

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