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BMI - sinnvoll oder nicht?

19.08.2019 von Fit Industry

BMI - sinnvoll oder nicht?

Wie sinnvoll ist der BMI?

Was ist der BMI und was misst er?

Der Body-Mass-Index (BMI) wird genutzt, um den Körperfettanteil eines Menschen zu schätzen. Der BMI errechnet sich aus der Körpergröße im Verhältnis zum Körpergewicht.

Ist der BMI ein zuverlässiges Messinstrument?

Es gibt immer noch viele Menschen, die davon überzeugt sind, dass ein niedriger BMI automatisch positiv und förderlich für die Gesundheit ist. Aussagen wie „wenn du einen BMI von 19 hast, bis du vollkommen gesund“ sind oft der Regelfall. Die Wahrheit sieht jedoch ein bisschen anders aus. Der BMI ist eine sehr (!) vereinfachte Methode, um die körperliche Gesundheit und den Körperfettgehalt einer Person auf Basis ihrer Größe und ihres Gewichts zu schätzen. Wissenschaftlich betrachtet ist dieser Indikator aber sehr fraglich, da der BMI die relativen Anteile der Muskeln, Knochen und Fettablagerungen einer Person nicht berücksichtigt. Der BMI ist als Indikator noch sehr verbreitet und gilt als das wohl am häufigsten verwendete Werkzeug zur Messung von Über-/ Untergewicht und körperlicher Gesundheit. Besonders fraglich ist dies gerade bei Menschen zu betrachten, die versuchen, sich von einer lebensbedrohlichen, restriktiven Essstörung zu erholen. Die Tatsache, dass es oft bereits eine enorme Herausforderung darstellt, Menschen mit Essstörungen davon zu überzeugen, dass sie sich in einem Zustand mit gestörter Nährstoffversorgung befinden lässt den BMI noch fraglicher erscheinen.

BMI komplett vergessen?

Selbst heutige Wissenschaftler und Ernährungsexperten sind der Auffassung, dass der BMI als Wert für die Relation zwischen Körpergewicht und gesundheitlichen Risiken ausgedient hat. Der BMI berücksichtigt nicht die Zusammensetzung des Körpergewichts und die Tatsache, dass Muskeln schwerer sind als Fettgewebe. Wer normalgewichtig ist, aber kaum Muskelmasse besitzt, kommt besser weg, als jemand, der aufgrund vieler Muskeln und wenig Körperfett bei gleicher Körpergröße einige Kilos mehr auf die Waage bringt. Der BMI muss in Relation zu Geschlecht, Ethnie und Lebensalter gesetzt werden. In höherem Alter ist ein Wert leicht oberhalb des Normalgewichts zum Beispiel gesundheitlich besser. Seit einigen Jahren gibt es immer mehr normalgewichtige Menschen mit Stoffwechselstörungen, wie man sie sonst nur bei Übergewichtigen antrifft. Gleichzeitig gibt es Übergewichtige, deren Krankheitsrisiko nicht erhöht ist.

Hat der BMI überhaupt einen Sinn?

Trotz der Kritik raten viele Experten immer noch dazu, den BMI zumindest im Blick zu haben denn er gibt einen groben Anhaltspunkt für die gesundheitliche Einordnung des eigenen Körpergewichts. Wer im deutlichen Bereich des Unter- oder Übergewichts liegt sollte z.B. mit dem Hausarzt über sein Körpergewicht sprechen.

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