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Blutspende: gesund oder gefährlich?

23.09.2019 von Fit Industry

Blutspende: gesund oder gefährlich?

Wie gefährlich kann die Blutentnahme werden?

Beim Blutspenden wird dir ca. 500 ml Blut abgezapft. Logischerweise zirkuliert direkt danach ein halber Liter Blut weniger in deinem Körper als sonst, der Blutdruck sinkt also erst einmal. Regelmäßige Blutspenden sind folglich erst einmal gut für die Gesundheit, wenn du an einem erhöhten Blutdruck leidest. Allerdings hält der Effekt nicht sehr lange an, denn der Körper ersetzt die verlorene Flüssigkeit, die Eiweiße, die Blutzellen und das Eisen.

Ist eine Blutentnahme wirklich gesund?

Lange Zeit galt die Blutentnahme durchweg als gesund. Sie galt bei vielen Krankheiten als das Mittel der Wahl. Heute wird sie nur noch bei Menschen angewandt die an verdicktem Blut durch eine zu starke Blutzellenbildung leiden. Auch bei einer Störung des Eisenstoffwechsels kann die Blutentnahme helfen. Vor allem Menschen mit einem niedrigen Blutdruck oder Untergewicht leiden direkt nach einer Blutspende manchmal an Schwindel oder bekommen Kreislaufprobleme. In schweren Fällen können die Spender sogar ohnmächtig werden. Bei starkem Untergewicht oder sehr niedrigem Blutdruck können Ärzte deshalb das Blutspenden untersagen. Für alle anderen gibt es als Vorsichtsmaßnahme nach dem Spenden in der Regel etwas zu essen und zu trinken, und die Spender ruhen sich eine Weile aus, bevor sie sich wieder auf den Weg machen. In manchen Fällen kommt es an der Einstichstelle auch zu blauen Flecken, diese verschwinden aber bereits nach wenigen Tagen von selbst. Langfristige Probleme treten durch eine Blutspende nur sehr selten auf.

Was passiert nach der Blutspende mit deinem Körper?

nach 20 Minuten: Dein Kreislauf hat sich vollständig stabilisiert.
nach 24 Stunden: Dein Körper hat den Flüssigkeitsverlust im Blut ausgeglichen.
nach 48 Stunden: Die Eiweiße im Blut sind wieder aufgefüllt.
nach Zwei Wochen: Die abgenommenen Blutzellen sind ersetzt.
nach Acht Wochen: Der Eisenverlust ist bei Männern vollständig ausgeglichen. Bei Frauen kann dies bis zu zwölf Wochen dauern; bei Vegetariern und Veganern auch noch länger.

Wie oft darf ich spenden?

Weil die Regeneration des Eisenvorrats abgewartet werden muss, können Männer in der Regel sechsmal im Jahr Blut spenden, Frauen nur viermal im Jahr. Dies dient sowohl der Gesundheit des Spenders als auch des Empfängers - der kann mit eisenarmen, also roten Blutkörperchen, die arm an Hämoglobin sind, nämlich nicht verarbeiten.

Worauf sollte ich als Spender vorbereitet sein?

Du kannst selbst dafür sorgen, dass dich die Blutspende körperlich möglichst wenig beansprucht:

1) keine anstrengenden Trainingseinheiten unmittelbar vor dem Blutspendetermin!
2) Iss genug, aber nicht zu fettig, und trinke mindestens 1,5 Liter Wasser vor dem Termin!.
3) Das Blutspenden an sich dauert meistens nicht länger als 15 Minuten, da du aber noch einen Fragebogen ausfüllen und kurz ärztlich untersucht werden musst, plane auf jeden Fall ausreichend Zeit ein, am besten eine Stunde!
4) Wenn du das erste Mal Blut spendest, melde dich mit einem Lichtbildausweis an. Auch wenn du später einen Blutspendeausweis besitzt, musst du deinen Personalausweis jedes Mal zusätzlich vorzeigen.
5) Nach dem Ausfüllen des Fragebogens wird dein Puls, deine Temperatur und dein Blutdruck gemessen. In regelmäßigen Abständen wird auch der Hämoglobingehalt deines Bluts geprüft, dieser darf nicht zu niedrig sein. Wenn alle Werte im normalen Bereich liegen, darfst du Blut spenden.

Nach der Spende solltest du dich für etwa eine halbe Stunde ausruhen, essen und trinken und sicher gehen, dass dir nicht schwarz vor Augen wird. Erst, wenn du dich ganz wiederhergestellt fühlst, solltest du dich auf den Weg nach Hause machen. Auf harte Trainingseinheiten und Saunabesuche verzichtest du an diesem Tag besser.

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